Über Jugendliche nur zu meckern, bringt nichts
Eine besondere Aktion für Jugendliche in der Feldstadt hatten die Spielplatzassistenten des Verbunds für Soziale Projekte in diesem Sommer geplant. Nachdem schon einige Zeit Nachbarn und Anwohner der Goethestraße 64 sich über Ärger mit Jugendlichen auf dem Kinderspielplatz im Innenhof geäußert hatten, wollten die Spielplatzassistenten ein positives Zeichen setzen: Warum sollte es nicht gelingen, genau diese Jugendlichen auf den ganz in der Nähe liegenden „Jugendfreizeitplatz Reiferbahn" aufmerksam zu machen? Mit jugendgemäßen Aktionen auf diesem Freizeitplatz sollten junge Leute im Juli und September angesprochen werden. Dazu gehörten: Kistenklettern, vorbereitet durch die Gemeinschaft Bauspielplatz, ein kleines Ballturnier mit der Sportjugend e.V., Musik und Imbiss. Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen Jugendliche von der Goethestraße und vom Fridericianum gefragt, was sie denn interessieren würde, damit die Sache auch gelingen könnte. Denn dass die Leute in unserer Stadt über Jugendliche nicht nur meckern, sondern ihnen auch ein Stück entgegenkommen sollten bei ihren Bedürfnissen, das haben die zehn Spielplatzassistenten gelernt aus ihrer Praxis. Dass am Ende an beiden Tagen nur zehn Jugendliche kamen, liegt möglicherweise auch daran, dass der Platz schwer zu finden und deshalb nicht bekannt ist bei den Jugendlichen. Vielleicht ist er auch zu „offen" gestaltet für Jugendliche? Der Platz an der Reiferbahn bietet gute Möglichkeiten für Jugendliche, über die immer wieder gesprochen werden sollte. Gefördert wurde diese Aktion über das Stadtteilbüro Feldstadt aus dem Verfügungsfonds „Soziale Stadt Feldstadt". Aus dem Programm „Soziale Stadt" konnte im Frühjahr auch der Jugendfreizeitplatz – mit städtischer Beteiligung – gebaut werden.
Thomas Littwin, Projektleiter
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