Berufliche Integration von MigrantInnen - Seit dem 1. August 2006 gibt es beim VSP - Verbund für Soziale Projekte e.V.
das Projekt "Regionale Koordinierung und Vernetzung der beruflichen Integration von MigrantInnen im westlichen Mecklenburg".
"Ich freue mich, dass es uns Migrationsbeauftragten der Region Westmecklenburg gelungen ist, für das Verbundprojekt einen geeigneten Träger zu finden und die Fördermittel vom Land M-V einzuwerben", so Heidrun Dräger, Beauftragte für Gleichstellung und Migration des Landkreises Ludwigslust.
Frau Rode und Frau Jung als Ansprechpartnerinnen bieten individuelle Beratung für Hilfe suchende MigrantInnen ab dem 25. Lebensjahr an. Anzutreffen sind die beiden vorrangig in Schwerin, in der Lübecker Straße 29 (über der Kompetenzagentur). Aber auch in den Landkreisen Ludwigslust, Parchim, Nordwestmecklenburg und in der Hansestadt Wismar sind Außensprechstunden vorgesehen.
Ziel ist es, durch Kompetenzfeststellung, individuelle Begleitung sowie Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen vor Ort wie Migrationserstberatung, ARGE, Bundesanstalt für Arbeit, Ausländerbehörde, und Bildungsträgern, KlientInnen bei der Suche nach Arbeit, Beschäftigung oder Qualifizierungsmaßnahmen zu unterstützen.
Die Beraterinnen agieren unabhängig von Ämtern und Behörden im Interesse der Migrantinnen und Migranten. Die Beratungen erfolgen nach persönlicher Terminabsprache und sind kostenlos.
Unter folgenden Telefonnummern können Sie Termine (für Kontakte in Schwerin und für Außenberatungen) und Auskünfte zum Projekt REKOBIM erhalten: Olga Rode (0385 5219956) und Heike Jung (0385 5219911).
Sobald die geeigneten Räume für die Sprechstunden gefunden sind, können sich die Migrantinnen und Migranten auch in Ludwigslust und in Hagenow beraten lassen.
Schweriner Volkszeitung vom 22.10.2005, S. 18 - Schwerin/Uml.
Jungen Leuten neuen Halt geben
Experten aus Bundesministerium besuchten Kompetenzagentur
Altstadt – Hoher Besuch für die Kompetenzagentur in der Lübecker Straße: Zu einer ausführlichen Informationsvisite waren Ingrid-Barbara Simon und Peter Kupferschmid vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend zu Gast. Sie wollten sich über praktische Erfahrungen in der Arbeit mit mehrfach benachteiligten Jugendlichen zwischen 17 und 25 Jahren vertraut machen – gemeinsam mit weiteren Gästen von Stadtverwaltung, Sozialministerium des Landes und Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung.
Seit 2002 kümmern sich in der Kompetenzagentur drei „Fall-Manager“ langfristig, bis zu anderthalb Jahren, darum, dass die freiwillig kommenden jungen Leute, die gescheiterte Schulkarrieren oder abgebrochene Lehren hinter sich haben, individuelle eine schulische und berufliche Ausbildung erhalten oder in Arbeit vermittelt werden.
Berater kümmern sich derzeit um 138 Fälle
360 Jugendliche haben seit Gründung der vom Verbund für Soziale Projekte e.V. getragenen Agentur das Angebot zur Beratung und Betreuung genutzt“, so Mitarbeiterin Gunda Hartwig. Gegenwärtig bestehe Kontakt zu 138 jungen Leuten, intensive Betreuung erfahren 89 Jugendliche. Zu den besonderen Zielgruppen zählen junge Mütter und ausländische Jugendliche. „Mir hat die Kompetenzagentur Halt in schwierigen Zeiten gegeben“, sagt die 22-jährige Sabrina Schritt: „Ich fühle mich angenommen, so wie ich bin.“
Die Erfolge beeindruckten auch die Ministeriums-Experten aus Berlin. Die Arbeit der Schweriner Kompetenzagentur solle auf die Altersgruppe von 14 Jahren an ausgeweitet werden, so Peter Kupferschmid. „So kann frühzeitig auf die Berufswahl Einfluss genommen werden. Man muss nicht auf Probleme warten, sondern dafür sorgen, dass es erst gar nicht dazu kommt“, sagt der Initiator des Programms.